Archiv für den Monat: März 2014

Kunstbrut am Beispiel von Zwerghühnern

Nach der Ausstellungungssaison im Herbst und Winter des vergangenen Jahres stellen die Züchterinnen und Züchter der verschiedenen Vereine ihre Stämme für die kommende Brutsaison zusammen. So auch die Mitglieder unserers Warener Rassetaubenzuchtvereins. Hierbei wählt   Jeder die für ihn ansprechendsten Tiere aus, um im folgenden Jahr  wieder auf Ausstellungen seine Zuchtergebnisse präsentieren zu können.

Da wir in diesem Jahr einen milden Winter hatten, begannen die Hühner bereits früh mit dem IMG_0272Legen, sodass ich Mitte Februar meinen Flächenbrüter (Siehe Bild) mit ca. 60 Zwerghuhneiern bestücken konnte. Vorher musste dieser jedoch noch einmal mit etwas Wasser gereinigt werden. Danach schaltete ich ihn zwei Tage früher ein, um  mittels eines eletronischen Thermometers die gewünschte Temperatur von 37,8 Grad Celsius zu erreichen. Bei neuwertigeren Geräten erledigt dies ein eingebautes elektronisches Thermostat. Bevor ich die Eier einlegte, kontrollierte ich sie auf mögliche Bruchstellen oder Unförmigkeit, welches zum Ausschluss des Brütens führte. Gelagert habe ich die Eier  9 Tage bei 16 Grad Celsius, wie im vorherigen Jahr. Nun konnten die Eier eingelegt werden und verblieben für 3 Tage im Brutapparat. Nach dem dritten Tag wendete ich die Eier jeweils morgens eine halbe Drehung und Abends eine halbe Drehung bis zum 10. Tag. Jetzt durchleuchtete ich die angebrüteten Eier mit Hilfe einer speziellen Schierlampe.Für die nötige Luftfeuchtigkeit sorgen zwei kleine Wasserschälchen im Brüter. Um den Küken den Schlupf zu erleichtern ist es möglich die Eier vor dem Schlupf mit feinem Wasser zu besprühen. Durch die Glasscheibe lässt sich der Schlupf hervorragend beobachten, sodass ich am 20.Tag viele kleine bunte Küken entdecken konnte. Da die Küken in den ersten drei Tagen noch von ihren Dotterreserven zehren können, musste ich sie nicht sofort aus dem Brüter herausholen, sodass auch noch das letzte Küken am 21. Tag in Ruhe schlüpfen konnte. Nun nahm ich alle Küken vorsichtig aus dem Flächenbrüter und setzte sie in ein von mir umgebautes Kükenheim (einen ehemaligen Hasenstall: siehe Bild).Sie begannen sofort fleißig mit der Futter,-und Wassersuche und sind nun schon 10 Tage alt (Siehe Bild). Frank HaaseIMG_0274IMG_0273